Neubau Milseburghütte / Biosphärenreservat Rhön

Öffentliche Auftraggeber / Neubau

  • Die im April 2026 neu eröffnete Milseburghütte in der Rhön ist ein moderner, in ökologischer Holzbauweise errichteter Neubau auf dem alten Fundament und orientiert sich mit seinen Abmessungen von 15 Metern Länge und 6 Metern Breite exakt am historischen Fußabdruck und der Grundfläche des Vorgängerbaus.
  • Bauherr: Gemeinde Hofbieber, Landkreis Fulda
  • Kapazität: Der modern gestaltete Innenraum des Gastraums bietet Platz für rund 60 Personen, integriert ist die „Keltenstube“, ein Bildungs- und Ausstellungsbereich.
  • Architektur & Bauweise: Errichtung in ökologischer Holzelementbauweise / Holzbauweise, um die Natur im Biosphärenreservat zu schonen und eine kurze Montagezeit „am Berg“ zu ermöglichen. 
  • Zweiteiliges Gebäudekonzept: Aufgrund strenger Auflagen im Biosphärenreservat und Naturschutzgebiet durfte die Hütte nur auf der exakten Grundfläche des alten Fundaments entstehen. Um trotzdem ein modernes Nutzungsprofil inklusive eines neuen Bildungsraums zu realisieren, wurde der Bau in zwei asymmetrische Gebäudeteile aufgeteilt, die durch eine Glasbrücke miteinander verbunden sind.
  • Ausstattung & Highlights: Die Hütte verfügt über große Panoramafenster mit Blick in die Rhön, Solaranlagen auf dem Dach sowie einen großen Kaminofen. Integriert ist zudem die neue „Keltenstube“, ein Ausstellungsraum für regionale Fundstücke und interaktive Mediastationen.
  • Sonderausstattung: Großflächige Panorama-Verglasungen, Kaminofen-Anlage, integrierter Ausstellungsraum („Keltenstube“) mit interaktiven Mediastationen
  • Infrastruktur & Versorgung / Technische Herausforderungen & Baulogistik
    • Logistik in Extremlage: Materialtransport und Kranstellung auf über 800 m ü. NN bei hochalpinem Charakter und stark begrenzten Zufahrtswegen
    • Tiefbau im Festgestein: Trassenbau für Medien (Strom, Trinkwasser, Abwasser) über eine Länge von 400 Metern mittels grabenloser oder konventioneller Bohrverfahren durch massives Basaltgestein
    • Auflagen & Denkmalschutz: Bauen im laufenden Naturschutzgebiet (Biosphärenreservat) mit striktem Verbot der Flächenerweiterung; exakte Einhaltung des historischen Fußabdrucks des Vorgängerbaus
    • Energetisches Konzept: Autarke Teilkomponenten, PV-Dachanlage, optimierte Wärmedämmung für exponierte Wetterlagen
  • Brutto-Grundfläche (BGF): Das Gebäude umfasst eine Gesamtfläche von 260 m².
  • Brutto-Rauminhalt (BRI): Die Gesamtkubatur des umbauten Raumes beläuft sich auf 850 m³.
  • Gaststube: Das Hauptgebäude beherbergt die Gastro-Küche sowie einen kompakten, hocheffizienten Gastraum mit ca. 40 m² bis 90 m² Nutzfläche, der flexibel Platz für bis zu 60 Innensitzplätze bietet.
  • Keltenstube (Bildungsraum): Im angegliederten, zweiten Baukörper ist ein rund 30 m² großer Ausstellungs- und Pädagogikraum integriert.
Konstruktion und innovative Verbindung
  • Um das geforderte Raumprogramm ohne Flächenerweiterung umzusetzen, wurde der Baukörper in zwei asymmetrische Gebäudeteile aufgeteilt. Diese sind über eine geschlossene, transparente Glasbrücke gestalterisch und funktional miteinander verbunden.
  • Der Rohbau wurde als nachhaltiger Holzelementbau auf dem massiven Kellergeschoss realisiert. Die Wandkonstruktion besteht aus massiven Fichtenholzmauern, die im Außenbereich mit einer witterungsbeständigen Lärchenholzverschalung verkleidet wurden. Im Innenausbau dominieren langlebige Böden und Fensterrahmen aus hochwertiger Eiche.